Metrobasel als Campus und Petrischale

Ziel metrobasel 2050: Freizeit wird nicht als Gegensatz zur Arbeit, sondern als integraler Teil des Kreativprozesses verstanden.

Ausgangslage 2013

Arbeit und Freizeit sind oft Gegensätze, sich gegenseitig ausschliessende Sphären. So signalisiert „Thank God it’s Friday“, dass Arbeit von vielen Menschen auch in unserer Region als Last oder zumindest lästige Unterbrechung der Freizeit empfunden wird.

 Vision metrobasel 2050

Die Welt in der Region. Zu Fuss die Welt in der Region bewandern.
Thomas Kessler

In der Region Basel findet keine strikte Trennung von Arbeit und Freizeit statt. Freizeit wird weniger als teuer erkaufter Lohn für die mühsame Arbeit, sondern vielmehr als veritabler Teil des Kreativprozesses betrachtet. Das Freizeitverhalten hat sich dementsprechend geändert: Während früher eine bimodale Verteilung vorherrschte (Überstunden ↔ drei Wochen Ferien in der Ferne), folgt die persönliche Zeiteinteilung heute eher einer Gleichverteilung (Arbeiten in kreativen/produktiven Phasen gemischt mit mussevollen Stunden in der Region). Die Geschäftigkeit in der Region weist deshalb keine ausgeprägten temporalen und saisonalen Spitzen auf. Vielmehr herrscht permanent eine rege Betriebsamkeit. Ausserdem liegt der Fokus der Freizeit inner- und nicht ausserhalb der Region. Reisen an exotische Destinationen dienen weniger der Erholung als vielmehr der Erweiterung des persönlichen Horizonts.

Die Freizeit wird vermehrt lokal verbracht, der Massentourismus nicht mehr existieren, da er zu viel Energie und Ressourcen kostet.
Suzanne Thoma

Mit der Zunahme von flexiblen Arbeitszeitmodellen und der Verringerung der Jahresarbeitszeiten geniessen wir mehr Freizeit zu unterschiedlichsten Tageszeiten.
Jan Krarup

Die Innenstadt ist das zentrale urbane Freizeitzentrum der Region. Die geringere Trennung von Arbeit und Freizeit einerseits und die Mediterranisierung des öffentlichen Raums andererseits machen die Strassen und Plätze zu Begegnungsräumen für die Bevölkerung. Diese „Oasen“ innerhalb des urbanen Teils der Region bieten den nötigen Raum für kreativen Austausch und somit den Nährboden für Innovation.

Die klassische Trennung zwischen Arbeit und Freizeit wird abnehmen, da die Arbeitszeiten flexibler werden und damit auch die Gestaltung der Freizeit.
Guy Morin

In der Peripherie bestehen vielfältige gut erreichbare Grün- und Freizeiträume, welche den Wunsch nach Natur, Sport und Kultur bedienen. Basel ergänzt dadurch sein altes, auf Museen fokussiertes Tourismusportfolio und ist zu einer vielseitigen Feriendestination geworden (Slogan: mehr als Museen). Dies zieht nicht nur Touristen an, sondern ermöglicht der Bevölkerung qualitativ hoch stehende Erholungsmöglichkeiten in kürzester Distanz.

Wir werden unsere Freizeit in der Natur, an Gewässern, an urbanen Plätzen und Veranstaltungen aber vor allem in Gesellschaft verbringen.
Andreas Hutter

Weil die Kirchen über Jahre viele Mitglieder verloren haben, werden eine ganze Anzahl Kirchen privatisiert und von Stiftungen oder Vereinen oder sogar Aktiengesellschaften geführt. So entstehen Restaurants, Musikclubs und andere öffentliche Treffpunkte. Andere Städte beneiden uns für diese pragmatische Vorgehensweise.
Matthias Müller

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  1. Thierry A. Freyvogel sagt:

    Der Zolli zählt zu Basels grössten Attraktionen.
    Das Ozeanium, im Umkreis von 500km das einzige Grossaquarium, verschreibt sich rigoros dem Meeresschutz.
    Die Zerstörung der Ozeane aufzuhalten, entspricht dem „Spirit of Basel“.

  2. Andreas Hutter sagt:

    Von Weil am Rhein über Huningue bis Grenzach und Birsfelden werden die Ufer des Rheins, noch mehr denn heute, als Begegnungszone genutzt. Restriktive Vorschriften werden gelockert, womit mehr Bars und Restaurants am Ufer entstehen.