Metrobasel als Campus und Petrischale

Ziel metrobasel 2050: Gezielte, regionale Raumplanung führt zu einer effizienteren Nutzung des Raumes.

Ausgangslage 2013

Die Entwicklung des bebauten Raums ist einerseits unkoordiniert ausufernd, was zu einer Zersiedelung führt. Anderseits sind die politischen Grenzen im metropolitanen Stadtbild gut sichtbar, was auf eine ineffiziente Bodennutzung hindeutet.

Wichtig ist, dass der öffentliche Raum Platz für Begegnungen schafft.
Sara Stühlinger

Vision metrobasel 2050

Unser Blick wird umgekehrt. Der Natur- und Landschaftsraum definiert und formt die Ausdehnung und Begrenzung des urbanisierten Territoriums: Die Agglo wird zur Stadt, die Natur zur Landschaft.
Jacques Herzog

In der Raumplanung hat der öffentlich zugängliche Raum Priorität gegenüber dem durch private Bauten belegten Raum. Dadurch wird sichergestellt, dass genügend Platz zum Denken, Flanieren, Kollidieren, kurz zum intellektuellen und sozialen Brodeln, vorhanden ist. Die Priorisierung des öffentlichen Raums erlaubt auch eine effektivere Gestaltung und effizientere Nutzung desselben.

Dank stark ausgebautem ÖV und weiter entwickeltem „Home Office“ ist der zu Beginn des Jahrhunderts befürchtete Verkehrskollaps ausgeblieben.
Hansueli Bühler

Zudem gibt es eine Priorisierung des Naturraumes (Wald, Gewässer, Landwirtschaft) gegenüber dem Siedlungsraum (Areale, die primär durch Hoch- und Tiefbauten geprägt sind). So sind grosszügige Naturräume definiert, die nicht durch eine Zersiedelung der Landschaft „zerstückelt“ werden.  Zuerst werden die Naturräume ausgeschieden; der Siedlungsraum ergibt sich residual. Dies führt dazu, dass mit den gegebenen knappen Ressourcen möglichst haushälterisch umgegangen wird. Verdichtetes Bauen und multifunktionale Nutzungen (Wohnen und Arbeiten in einem) sind Grundlage der nötigen Effizienz. Gleichzeitig führt die Knappheit an Platz zu einer stärkeren Durchmischung von sozialen und demografischen Schichten und bildet Anreize für neue Wohnformen. Dies fördert wiederum den sozialen Austausch und bildet einen kreativen Nährboden.

Der Anteil an alternativen Wohnformen (z.B. Clustering) wird zunehmen. Die Wohnbauten werden flexibler und einfacher auf neue Wohnbedürfnisse angepasst werden können (Skelettbauten mit hoher individueller Anpassungsfähigkeit).
Harald Reinprecht

Mit der stark forcierten „Entwicklung nach innen“ wurde im ländlichen Raum die Zersiedelung gestoppt.
Hansueli Bühler

Die Raumplanung findet grenzübergreifend statt. Dies ermöglicht eine konsequente Fokussierung auf die geplante Funktion eines Raums, ohne an politischen Grenzen zu scheitern. Dadurch wird die Radikalisierung der Räume in innerlich homogene und äusserlich heterogene Einheiten erst ermöglicht.

Neue, alternative Lebensformen sind entstanden, z. B. kleine Communities mit Integration von älteren Menschen, da Pflege teurer wird.
Kirsten Langkilde

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